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Speedbär

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Dienstag, 11. Juni 2019, 09:24

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Hallo zusammen,

Kulanz ist, wie bereits erwähnt eine freiwillige Leistung, auf die es keinen Rechtsanspruch gibt. Und sicher kann man argumentieren: warum soll ich eine Garantie-Verlängerung abschließen, wenn ich doch Kulanz bekommen kann.

Ich denke aber eine ganzheitliche Betrachtung des Vorgangs ist wichtig. Ein Motorschaden nach nur 24.000 km passt nicht so richtig in die Welt, sofern der Defekt/Ausfall nicht vom Fahrer verschuldet wurde...
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AC500T

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82

Dienstag, 11. Juni 2019, 14:44

So, erstmal sorry für die Verwirrung hier. Ich habe mich hier in den Thread eingeklinkt, da es sich um einen Motorschaden mit ähnlicher Laufleistung handelt. Unser Abarth wurde repariert (Kosten 2700 Euro) und fährt wieder. Das Tunwirs den Schaden persönlich begutachten hat, stimmt, ebenso der Kauf bei ihm. Wir haben uns an einem Tag zufällig beim Händler getroffen. Der Motor wurde auch komplett geöffnet (selbst gesehen) und es wurden auch die anderen Bauteile kontrolliert. Kulanz wurde erstmals abgelehnt, das Autohaus hat jetzt einen erweiterten Antrag gestellt, hier dauert die Bearbeitung ca. 1 Woche. Bei solchen Anträgen schildert der Händler das Schadenbild schriftlich und mit mehr Details. Wir sind erstmals guter Dinge, aber mal sehen.
Ansonsten muss man halt seine Konsequenzen bzgl. Abarth ziehen.

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Lucy

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83

Donnerstag, 13. Juni 2019, 20:44

Als gelernte und selbständige Kauffrau habe ich zum Thema Kulanz tatsächlich eine Meinung:

Es gibt eine gesetzliche Garantie.

Man kann bei einigen FZ-Herstellern gegen Geld eine Garantieverlängerung erkaufen. Ist ein tolles Angebot.

Kauft man die nicht, weil man auf Kulanz spinxt: Warum sollte ein Hersteller, der ja neben seiner Leidenschaft für Autos auch Kaufmann ist, jemandem, der nicht bereit ist, für eine verlängerte Garantie zu zahlen, trotzdem einen Schaden reparieren? Er müsste geradezu mit dem Klammerbeutel gepudert sein, denn: Spricht sich das ´rum, kann er seinen Laden zumachen. Die Einnahmen für die verlängerte Garantie werden doch genau dafür benötigt. Zahlt der Kunde diese Leistung nicht mehr, weil er auf Kulanz hofft, wird es aber ziemlich eng für den Hersteller.

Ich erlaube mir auch die Meinung, dass die entzückenden Keksdosen immer noch Kleinwagen sind, die aufgrund ihrer gepimpten Besonderheiten mehr kosten als der klassische 500er. Trotzdem sind die Keksdosen preislich noch nicht mal im Mittelklasse- Segment anzusiedeln. Ob überhaupt der BEP (Break-Eaven-Point/Kostendeckungspunkt) erreicht wird, wage ich zu bezweifeln.

Die Marge bei den Keksdosen wird auch nicht prickelnd sein. Das ist jetzt eine Annahme von mir, die durch keinerlei statistische / betriebswirtschaftliche Nachweise und Auswertungen belegt werden kann. Aber bei ´ner Kiste von 27 T€ Verkaufspreis, wie bei meinem roten Luigi, geht immer ein fetter Rabatt runter. Der Händler bekommt auch was, er ist ja nicht die Caritas. Materialeinsatzes und Löhne kosten. Die Verwaltung. Und ja, auch die Rücklagen für Garantieleistungen, zu denen du als Hersteller gesetzlich verpflichtet bist. Kulanzleistungen. Werbung nicht zu vergessen. Bisschen Gewinn unverschämterweise. Und der in jedem Lehrbuch für BWL- Studenten, 2. Semester, bei einer Kalkulation zu berücksichtigen Risikofaktor ist auch zu bedenken.

Deshalb:
Gibt ein Hersteller, egal ob X oder Y, Kulanz für ein nun nicht mehr taufrisches Fahrzeug ausserhalb der Garantie, kann man sich freuen.

Wenn nicht: Pech gehabt.

Ich wünsche jedem einen kulanten Hersteller, mir auch. Aber verstehen, so aus meiner Distanz, kann ich auch die Hersteller- Handlungsweise,wenn es eben KEINE Kulanz gibt.

Glück Auf!
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Yoshi

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84

Donnerstag, 13. Juni 2019, 21:39


Es gibt eine gesetzliche Garantie.

!


Die gibt es nicht! Gesetzlich verankert ist die Gewährleistung, eine Garantie ist lediglich eine Zusicherung des Garantiegebers und nicht im Gesetzt verankert!

Auch unterscheiden sich diese deutlich, so dass sie getrennt betrachtet werden müssen!

Klingt blöd, aber die Unterschiede sind elementar, deswegen verweiße ich immer darauf!
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Lucy (13.06.2019)

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Donnerstag, 13. Juni 2019, 21:48

Vielen Dank für den Hinweis, @Yoshi.

Du hast natürlich Recht! Und ich gucke morgen mal in meine Unterlagen, ob die Buchhalter die Gewährleistungsrücklagen nicht üblicherweise in „Garantie-Rücklage“ buchen. Habe ich irgendwie so auf dem Schirm.

Ich habe einmal (Quelle: www.meinauto.de) diese beiden Punkte nachgeschlagen:

Definition Gewährleistung
Die gesetzliche Gewährleistung bei Neuwagen, auch Sachmängelhaftung genannt und geregelt in §437 BGB, gilt unabhängig von Automarke und Fahrzeugtyp 2 Jahre ab demKauf bzw. dem Auslieferungszeitpunkt des Wagens. Sie ist jedem Kunden seit dem 01.01.2002 uneingeschränkt zugesichert. Gemäß der gesetzlichen Vorgabe ist der Autohändler dafür verantwortlich, dass die verkaufte Ware frei von Rechts- und Sachmängeln ist.

Der Autoverkäufer haftet folglich für alle Mängel, die nachweislich bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestanden haben. Nach dem 6. Monat des Kaufabschlusses müssen Sie als Käufer nachweisen, dass der Mangel bereits beim Kauf vorlag (bei Schäden an Neuwagen aber sehr unüblich).


Definition Garantie
Die Herstellergarantie beim Neuwagenkauf ist eine freiwillige Leistung und im Umfang (Laufleistung, Garantie gegen Durchrostung, Lackgarantie, Mobilitätsgarantie) von Automarke zu Automarke verschieden. Viele Automobilbauer bieten im Rahmen ihres Kundenservice Garantieleistungen an, die die gesetzliche Sachmängelhaftung ergänzen. Die jeweiligen Bedingungen für die Garantie legt der Hersteller selbst fest.
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Donnerstag, 13. Juni 2019, 22:53

Hallo Lucy,
Man kann bei einigen FZ-Herstellern gegen Geld eine Garantieverlängerung erkaufen. Ist ein tolles Angebot.
das ist leider auch nicht ganz korrekt. Das "tolle Angebot" ist wenn/dann leider nur eine vom Händler vermittelte Reparatur-Versicherung für bestimmte, vertraglich fixierte Bauteilgruppen während definierter Laufzeit und Fahrzeug-Laufleistung. Dahinter steht dann nicht mehr der Händler und/oder Hersteller, sondern halt irgendeine Versicherung.

Im Preis dieser Versicherung steckt neben dem Kostendeckungs-Anteil für die statistisch über die Kundenzahl anfallenden Reparaturkosten, sowie anteilig natürlich auch noch die eingepreiste Vermittlungsprovision an den Händler :huh: , sowie ebenso anteilig Löhne & Gehälter, Dienstwagen und Erfolgsprämien, Bürokosten etc. nebst einen ordentlichen Batzen Gewinn der Versicherung.

Lohnt sich rechnerisch erst ab einem Schaden, welcher den Preis der so genannten "Garantieverlängerung" übersteigt. Und die i.d.R. mehrseitige Liste mit den Ausschlüssen liest auch kaum einer vor dem Abschluß wirklich durch... normaler Weise also totaler Käse, wäre aber gerade in den beiden weiter oben geschilderten Fällen ausnahmsweise eine feine Sache gewesen.


Sofern man das ursprüngliche Kulanz-Ding ausblendet. Die Anschlußgarantie/Reparaturversicherung trägt... der Kunde. Kulanz hingegen.... der Hersteller. Ein Schelm, der sich dabei was denkt.... :party:


Ich drücke auf alle Fälle beiden Motorschaden-Opfern die Daumen, dass Abarth nach erneuter Prüfung kulant zur Kulanz zurückfindet,
Tom!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom!« (14. Juni 2019, 01:11)

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Freitag, 14. Juni 2019, 06:50

@Tom: wie du selbst schreibst, wäre die „Garantieverlängerung“ in besagtem Fall eine feine Sache. Und das ist doch der Punkt. Jede Versicherung, egal ob Auto, Haus, Rechtschutz, Krankenversicherung usw. ist immer rausgeworfenes Geld, bis man sie mal braucht, dann ist man froh wenn man eine hat.

Daher muss jeder selbst entscheiden, welches Risiko er bereit ist zu tragen. Ich habe eine Verlängerung für 2 Jahre genommen.

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Freitag, 14. Juni 2019, 07:09

@Tom: wie du selbst schreibst, wäre die „Garantieverlängerung“ in besagtem Fall eine feine Sache. Und das ist doch der Punkt. Jede Versicherung, egal ob Auto, Haus, Rechtschutz, Krankenversicherung usw. ist immer rausgeworfenes Geld, bis man sie mal braucht, dann ist man froh wenn man eine hat.
Sehe ich genau so. Versicherungen sind eigentlich überflüssig. Bis man sie mal braucht. (Hoffentlich nicht!)
Daher muss jeder selbst entscheiden, welches Risiko er bereit ist zu tragen. Ich habe eine Verlängerung für 2 Jahre genommen
Im Endeffekt zahlt doch immer der Kunde: Entweder direkt beim Kauf. Oder/und über die angesprochene Versicherung. Und/oder direkt, wenn nämlich keine Garantie-Versicherung vorhanden ist, und eine Kulanz nicht erfolgt, direkt und unmittelbar.
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Andy Abarth

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Freitag, 14. Juni 2019, 08:07

Um das wirklich interessante Thema mal etwas auszuweiten...Letztendlich ist ja der Hersteller bei Kulanz-Regelung eher geneigt zuzustimmen ,wenn er weiß das der Mangel/Defekt
am Fahrzeug gehäuft an einem bestimmten Fahrzeugmodell auftritt , jedoch eine Rückrufaktion
nicht rechtfertigt, wenn es nicht die Sicherheit gefährdet.
So stell ich mir das zumindest vor ???
Zumindest hab ich die Erfahrung gemacht das die Händler sich eher da reinhängen wenn man quasi ein "treuer" Kunde ist, also brav seine Inspektionen bei ihm machen läßt, bzw. "Markentreu" bleibt.
Wobei es die Frage aufwirft: Gibt es ein "Scoring" bei den Händlern von den einzelnen Kunden ??
Gruß
Andy

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Freitag, 14. Juni 2019, 08:17

Um das wirklich interessante Thema mal etwas auszuweiten...Letztendlich ist ja der Hersteller bei Kulanz-Regelung eher geneigt zuzustimmen ,wenn er weiß das der Mangel/Defekt
am Fahrzeug gehäuft an einem bestimmten Fahrzeugmodell auftritt , jedoch eine Rückrufaktion
nicht rechtfertigt, wenn es nicht die Sicherheit gefährdet.
So stell ich mir das zumindest vor ???

Das ist eine mögliche Überlegung.

Aber wenn z.B. der neue CEO unbedingt eine bessere Bilanz bei der nächsten Aktionärsversammlung verkünden will, oder wenn der Leiter der QS durch gesunkene Kulanzkosten die Effizienz seiner QS-Maßnahmen unter Beweis stellen will, dann kann es auch sein daß die Parole rausgegeben wird: "Alles ablehnen !"
Gruß,

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Freitag, 14. Juni 2019, 09:32

Um das wirklich interessante Thema mal etwas auszuweiten...Letztendlich ist ja der Hersteller bei Kulanz-Regelung eher geneigt zuzustimmen ,wenn er weiß das der Mangel/Defekt
am Fahrzeug gehäuft an einem bestimmten Fahrzeugmodell auftritt , jedoch eine Rückrufaktion
nicht rechtfertigt, wenn es nicht die Sicherheit gefährdet.
So stell ich mir das zumindest vor ???
Zumindest hab ich die Erfahrung gemacht das die Händler sich eher da reinhängen wenn man quasi ein "treuer" Kunde ist, also brav seine Inspektionen bei ihm machen läßt, bzw. "Markentreu" bleibt.
Wobei es die Frage aufwirft: Gibt es ein "Scoring" bei den Händlern von den einzelnen Kunden ??
Gruß
Andy


Ja, ein solches "Scoring" gibt es.
Gruß,
Michael

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Andy Abarth (14.06.2019)

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Freitag, 14. Juni 2019, 09:36

My coment to Tjet engine, My engine fuck piston #4 up on my way home from Nurburgring last year, I took the tophead off and change ventiler on number 4 and got 4 new originale piston from Gtech, I was lucky that the cylinder was ok.
I change the injectors and sparkplug.
I did the work my self, cost for spareparts totaly 800€

The engine broke down after I have been very low with fuel, fill 34 L on and on the hignway i push it to 200 kmt it come with no warning.

So take the top head off and if the cylinder is ok you can repair the original engine


https://photos.app.goo.gl/r8ussBy4owwXCe977

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Freitag, 14. Juni 2019, 09:47

"Ob überhaupt der BEP (Break-Eaven-Point/Kostendeckungspunkt) erreicht wird, wage ich zu bezweifeln."

Ich glaube nicht, dass die die Teile verkaufen, um damit keinen Gewinn zu machen; wie hoch der Wert als Imageträger ist, kann ich nicht beziffern, aber der 500er braucht das eigentlich nicht. Der geht im 12. Jahr immer noch super vom Hof.
Vorstellen könnte ich mir, dass der Spider nichts eingebracht hat, der war halt auch abschreckend teuer bis zu dem 25000er-Angebot letztes Jahr.

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Freitag, 14. Juni 2019, 09:59

My coment to Tjet engine, My engine fuck piston #4 up on my way home from Nurburgring last year, I took the tophead off and change ventiler on number 4 and got 4 new originale piston from Gtech, I was lucky that the cylinder was ok.
I change the injectors and sparkplug.
I did my self, cost for spareparts totaly 800€

The engine broke down after I have been very low with fuel, fill 34 L on and on the hignway i push it to 200 kmt it come with no warning.

So take the top head off and if the cylinder is ok you can repair the original engine


https://photos.app.goo.gl/r8ussBy4owwXCe977
Could you say what you have paid for fixing the Engine ?
Maybe this could be a Guideline for the Guy here who had also an Engine Failure ....
BTW: Thanks for the Pictures ,very interesting :top:
Greetings to Denmark
Andy


Sorry ,i have seen that you have fixed it by yourself ,good Job :top:

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Freitag, 14. Juni 2019, 17:19

"Ob überhaupt der BEP (Break-Eaven-Point/Kostendeckungspunkt) erreicht wird, wage ich zu bezweifeln."

Ich glaube nicht, dass die die Teile verkaufen, um damit keinen Gewinn zu machen; wie hoch der Wert als Imageträger ist, kann ich nicht beziffern, aber der 500er braucht das eigentlich nicht. Der geht im 12. Jahr immer noch super vom Hof.
Vorstellen könnte ich mir, dass der Spider nichts eingebracht hat, der war halt auch abschreckend teuer bis zu dem 25000er-Angebot letztes Jahr.
Abarth ist eine Sparte des Konzern, und eine nicht rechtlich selbständige Sparte (sagte gerade das Impressum der Abarth-Site aus).

Fiat als Marke mit dem 500er läuft wie „geschnitten Brot“. Abarth ist das Image des SEHR sportlichen Fahrens, und spricht nicht unbedingt als Hauptzielgruppe die klassischen 500er Fahrer an, die meiner Einschätzung nach zu 80 % weiblich sein dürften. Die Zielgruppe für den 5xx, könnte ich mir vorstellen, ist eher zu 80 % männlich. Und Mann ist bereit, auf der Basis des 500er die Anpassungen recht ordentlich zu bezahlen.

Ein Konzern leistet sich durchaus auch Bereiche, wo man „gerade durch die Tür kommt“, weil es zu einem bestimmten Image beiträgt. Das wird mMn erhärtet durch den damaligen Verkauf durch Carlo Abarth an Fiat, die diese Marke Abarth ja zunächst erstmal in der Schublade verschwinden liessen.

Zu meiner Zeit im Konzern (nee, nix Fiat) haben wir das auch so gehandhabt, und durchaus Firmen bzw. eine Marke auf Vorrat gekauft. Es hat sich immer mal wieder herausgestellt, dass man eine Marke, wenn die Zeichen gut standen, wiederbeleben konnte. AUCH, um das Image bei bestimmten Zielgruppen zu verbessern bzw. diesen ggü zu verändern.

Und klar hast du recht, @flitzei: Die Gewinnerzielungsabsicht steht für einen ordentlichen Kaufmann an erster Stelle.
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Freitag, 14. Juni 2019, 18:08



Ja, ein solches "Scoring" gibt es.


Falsch, da es gegen die DSVGO, das Gleichstellungsgesetz sowie weitere rechtliche Grundlagen verstoßen täte!

Wenn auch mein Arbeitgeber nicht für den FCA Konzern tätig ist, so ist er doch für eine der weltweit größten Automobil Gruppen tätig und ich weiß, dass es bei FCA nahezu gleich läuft. Daher mal die Erörterung, wie solch ein Fall abläuft.

Der Kunde Herr Martin kommt mit seinem Fahrzeug in die Vertragswerkstatt, wo er eine leuchtende Motorkontrollleuchte beanstandet. Die Prüfung ergibt, dass ein Defekt der Steuerkette vorliegt, diese hat sich gelängt und die Steuerzeiten werden nicht mehr eingehalten. Es besteht keine Garantie durch den Hersteller oder eines anderen Garantiegebers. Da das Fahrzeug im vierten Betriebsjahr ist und als Neufahrzeug erworben wurde, besteht keine Sachmangelhaftung - auch Gewährleistung genannt!

Nun kann der Servicepartner (die Vertragswerkstatt) eine Anfrage an den Importeur bzw. den Hersteller bzgl. Kulanz stellen. Dies geschieht über ein Programm, in welchem der Schaden verschlüsselt wird. Zum Beispiel die Schadensnummer 1586 für das Bauteil Steuerkette, sowie die Schadensart 10 für mechanischer Fehler (da gelängt). Über das Programm werden die Fahrgestellnummer, die aktuelle Gesamtlaufleistung sowie die defekte Komponente und die Schadensart übermittelt. Es dürfen schlicht keine personenbezogenen Daten übermittelt werden!

Beim Hersteller wird anhand der Fahrgestellnummer das "Alter" hinsichtlich des Betriebsjahres (ab Übergabe an den Kunden) ermittelt und weitere Daten ermittelt. In einer hinterlegten "Tabelle" ist dann hinterlegt, dass für das Fahrzeug des Typs 123xy im Alter 4X mit dem Motor TJET bei einer Laufleistung zwischen 30T und 40T 30% der Lohnkosten, sowie 100% der Materialkosten auf Kulanz übernommen werden.

Es werden schlicht keine persönlichen Daten oder weitere Daten übermittelt! Beim Hersteller weiß niemand, ob Herr Martin oder Frau Schulz das Auto fährt, ob es tiefergelegt wurde oder alle Service nach Herstellervorgabe durchgeführt worden sind. Punkt"

Und selbst dann ist noch nicht sicher, dass die Abwicklung über Kulanz erfolgen kann. Denn die Hersteller knüpfen die Abwicklung an bestimmte Bedingungen, etwa das die Service stets nach Wartungsvorgaben durchgeführt wurden. Dies bedeutet nicht, dass sie beim Vertragspartner durchgeführt werden müssen! Besteht kein kausaler Zusammenhang zwischen den Servicen und dem Mangel, kann dennoch die Kulanz gewährt werden (z.B. ein defektes Radio steht in keinem kausalen Zusammenhang mit Servicearbeiten). Ebenso muss die Instandsetzung des Defekts nach Herstellervorgabe erfolgen! Dies alles zu überprüfen und einzuhalten ist Aufgabe des durchführenden Betriebes!

Ist der Kunde mit der Kulanzbeteiligung unzufrieden, oder gibt es situative Umstände die es zu klären gibt, kann eine Anfrage an die Kundenbetreuung gestellt werden. In diesem Fall kann man erörtern, dass der Kunde seit 20 Jahren der Marke treu ist oder weitere Angaben machen. Auf der Gegenseite wird dann geprüft und ggf. die Kulanz angepasst, generell doch gewährt oder aber abgelehnt. Es hat sich dabei stets um eine Einzelfallentscheidung zu handeln.

Es sind also keine personenbezogene Daten relevant und dürfen es auch nicht sein. Wie schon erwähnt, täte es gegen das Gleichstellungsgesetz und die DSVGO verstoßen! Die Strafen darauf sind massiv!
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Freitag, 14. Juni 2019, 18:43

Hallo Yoshi,
besser kann man den Prozess nicht beschreiben! * * * * *

Und die Ergänzung mit der Kundenbetreuung: ebenfalls * * * * *
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Freitag, 14. Juni 2019, 20:02

Hallo Yoshi,

Super verständlich und nachvollziehbar beschrieben :top:
Die beiden Schadensfälle im Thread passen nicht so richtig dazu, aber das mag bei Fiat auch der Bürokratie geschuldet sein (z.B. zunächst pauschale Ablehnung erforderlich, um in die Einzelfallprüfung zu gelangen).


Macht auf alle Fälle Mut, das „ da“ in der Bearbeitung niemand einen Schicksalswürfel wirft :anhimmel: ...
Tom!

Mein Abarth 595: Emi, Straciatella-weiß (zumindest um die Nase herum...) // gewandet in edler Lackversiegelung aus zweierlei Komponenten...Regenbrille von Ombrello...königlich bestuhlt... Stutzen von KW (Variante3)... Radwerk von OZ, ummantelt von einem Hauch Michelin... renovierte Kühltränke nebst Stalloptimierung mit Boxen für weitere 55 Zwerg-Rennponys aus dem Hause G-Tech ...Zahn-Implantate & -Stocher aus gleichem Hause ...sangesgestärkt durch Focal-coaching und das Rockford-Fosgate Trio ...sinnesgestärkt dank Simoni Racing!


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99

Samstag, 15. Juni 2019, 12:14

Hallo

dies als kleine Anregung zur Datensammlung der Hersteller.


Es mag ja sein, dass bei einem Motorschaden keine persönlichen Daten übermittelt werden.
Und ob Herr Martin oder Frau Schult das Fahrzeug fährt....

soll mal dies hier durchlesen Dein Auto als Spion.
Interessant wird es ja, wenn man sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Uconnect Live oder noch besser bei Mopar Connect (Achtung 13 Seiten) in Ruhe durchliest.

Also wer immer noch glaubt, dass der Fahrzeughersteller keine persönliche Daten kennt soll weiter träumen....
Was der Hersteller dann damit macht ist dann halt die nächste höchst interessante Frage.

Grüsse - Dani

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