Der Mega-Merger zwischen Fiat Chrysler und PSA

In der Automobilbranche bahnt sich derzeit der nächste Mega-Merger an. Die beiden Großkonzerne Fiat Chrysler und PSA, die selbst jeweils das Resultat von Mergern aus der Vergangenheit sind, werden sich laut aktuellen Plänen zusammenschließen. Damit würde der neue Mega-Konzern zum drittgrößten Automobilhersteller der Welt aufsteigen.

Der Hauptgrund für diesen Merger ist laut Experten die anstehende Revolution der Automobilbranche. Durch den Umstieg auf Elektromobilität und autonome Fahrzeuge werden enorme Investitionen in die Infrastrukturen der Fahrzeughersteller nötig sein, die kleine Unternehmen kaum bewerkstelligen können. Durch den geplanten Zusammenschluss sind die beiden Unternehmen in der Lage, Kosten aufzuteilen und durch Skaleneffekte zu senken.

Wer sind Fiat Chrysler und PSA?

Große Merger gehören in der Automobilbranche heutzutage zur Tagesordnung. Beide der betroffenen Unternehmen wurden selbst durch Merger gegründet. Im Prinzip gehört heute jeder bedeutende Automobilhersteller einem großen Konzern an. Die Landschaft der Branche ist heutzutage so hart umkämpft, dass kleine Unternehmen kaum eine Chance zum Überleben haben.

Fiat Chrysler entstand durch einen Merger im Jahr 2014, bei dem sich die beiden Unternehmen aus Italien und den USA zusammenschlossen. Zu den Marken der Gruppe gehört zum Beispiel Fiat, Chrysler, Alfa Romeo, Dodge, Jeep, Lancia und Maserati. Ferrari war ursprünglich ebenfalls Teil der Gruppe, wurde 2016 jedoch ausgegliedert.

Auch PSA ist eine Gruppe von verschiedenen Automobilherstellern. Der offizielle Name der Gruppe ist Peugeot S.A. oder auch PSA Group. Zu den Marken von PSA gehören Peugeot, Citroën, DS, Opel und Vauxhall. Damit zählt PSA bereits vor dem Merger zu den größten Automobilkonzernen der Welt.

Die Zukunft der Automobilbranche

Wie bereits erwähnt, besteht der Hauptgrund für den geplanten Merger darin, sich besser auf die Herausforderungen der Zukunft in der Automobilbranche vorzubereiten. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass sich die Branche derzeit im Wandel befindet. Elektronische Fahrzeuge werden immer gefragter und auch selbstfahrende Autos werden laut vielen Experten schon bald die bevorzugte Form der Fortbewegung sein.

Durch die Tatsache, dass die Menschen bald nicht mehr selbst am Steuer sitzen müssen, öffnen sich zudem noch völlig andere Möglichkeiten. Zum Beispiel können Menschen dann während dem „Autofahren“ Filme schauen oder auch Automatenspiele kostenlos spielen. Damit bieten sich für die Automobilhersteller hier noch weitere Potentiale, mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten und neue Profitquellen zu eröffnen.

So könnte der neue Konzern aussehen

Der derzeitige Plan ist, dass das Hauptquartier des neuen Megakonzerns in Holland liegen wird. Dort befindet sich nämlich das derzeitige Hauptquartier von Fiat Chrysler. Zusätzlich wird das Unternehmen jedoch einen Sitz in den USA haben, der sich in der Automobilmetropole von Detroit befinden wird.

Der Leiter des neuen Konzerns wird wohl John Elkann werden. Der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln ist ein Großenkel von Gianni Agnelli, dem ehemaligen Geschäftsführer von Fiat und dem ehemals reichsten Menschen Italiens. John Elkann wird laut aktuellen Plänen der Leiter des Vorstands des Konzerns werden, während PSA-Geschäftsführer Carlos Tavares zum CEO der neuen Gruppe werden wird.

Zusammen wird das neue Unternehmen knapp 410.000 Angestellte und einen Jahresumsatz von derzeit knapp 190 Milliarden US-Dollar haben. Es ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie sich unsere Welt immer mehr auf wenige, aber immens mächtige Unternehmen reduziert.

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