Gechipt + anschließende Wastegate Anpassung

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  • Hallo zusammen,


    ich habe eine gechipten Turismo und hatte das Gefühl/Problem, dass der Ladedruckaufbau gefühlt sehr "stufig" war. Heißt im unteren Drehzahlbereich 0,4bar, dann 0,8bar bei bis zu 2900U/min und bei knapp 3000U/min ging der Ladedruck auf 1,6bar (overboost) und mit steigender Drehzahl dann wieder auf 1,5bar.


    Alles abgelesen auf der serienmäßigen Ladedruckanzeige.


    Aus Interesse habe ich jetzt die Vorspannung des Wastegate erhöht über das verstellen der Schubstange. 4 Umdrehungen mehr.


    Gefühlt kommt der Ladedruck jetzt früher, baut sich schön linnear auf und haut bei 3000U/min nicht mehr so rein, da vorher schon ein wenig mehr Ladedruck anliegt. Absolut kommt er immer noch auf 1,6bar (vllt. sogar mehr, die Anzeige hört bei 1,6 auf). Und fällt dann auf etwas über 1,5bar ab.


    Gefühlt habe ich den Ladedruck durch das verstellen bzw. erhöhen der Vorspannung viel besser regelbar gemacht und vllt. sogar etwas angehoben.


    Was passiert, wenn ich den Wastegatedose noch weiter vorspanne? Das Wastegate öffnet immer schwieriger (gut für den Ladedruckaufbau) und der Öffnungswinkel wird immer kleiner, das ist mir schon klar.

    Aber müsste dann nicht irgendwann der Notlauf kommen, weil der Ladedruck zu hoch wird?


    MIt anderen Worten: Kann ich mich auf die ECU verlassen, wenn ich es mit der Vorspannung übertreibe?


    Und gibt es hier Erfahrungswerte was der GT1446 max. an Ladedruck schaffen kann? Hätte gerne die 1,6Bar dauerhaft anliegen und keine Overboostfunktion.


    Aber der max. Ladedruck wird über N75 geregelt und ist im Steuergerät hinterlegt, heißt mittels Wastegatevorspannung werde ich da nichts ausrichten können, richtig?

  • USAbarth

    Hat den Titel des Themas von „Gechipt + anschließe Wastegate Anpassung“ zu „Gechipt + anschließende Wastegate Anpassung“ geändert.
  • Konnte es nicht lassen und hab zum probieren noch mal 2 Umdrehungen gedreht.


    Gefühlt macht er jetzt weniger Ladedruck, die 1,6bar nicht ganz voll.


    Heute hat‘s aber auch wieder 25grad, gestern waren es nur 20 Abends.


    Werde vermutlich die 2 Umdrehungen wieder raus drehen, hat sich besser angefühlt.

  • Ich bin in der Materie nur ein Laie. Darum wenn ich falsch liege bitte verbessern.

    Aber ist es nicht so, das du bei 6x Umdrehungen für mehr Verspannung riskierst deinen Lader zu überdrehen?

    Durch den höheren Federdruck öffnet sich der Beipass im Turbo entweder gar nicht oder viel zu spät.

    Damit riskierst du nen Laderschaden.

    Mein Abarth 595: Competizione Bj 2016 - Modena Gelb - Vollausstattung mit Performance Paket und Apple CarPlay programmiert per MultiECUScan - Pogea Racing Kennfeldoptimierung 221PS/374NM - Pogea Racing MonsterExhaust mit 200 CPI HJS Hochleistungskatsubstrat - Pogea Racing Schmiedefelgen ORBI 5.4 18 Zoll hochglanzverdichtet mit Michelin Pilot Sport 4S - Pogea Racing Kohlefaser Motorhaube mit 2x Trofeo - Pogea Racing Kohlefaser Frontmaske inkl. PR Gitter - Pogea Racing Kohlefaser Diffusor inkl. PR Gitter - Pogea Racing Kohlefaser Rahmen für NSL - Pogea Racing Kohlefaser Kotflügel - Pogea Racing Seitenblinker smoked - Pogea Racing Silver Badge - original Kohlefaser Spiegelkappen - original Biposto Ansaugung by BMC - original Biposto Titan Öl- und Kühlwasserdeckel - GTech Clubsportbügel Variante 3 i.V.m. GTech Kohlefaser Heckstrebe - GTech Ladeluftkühlersystem Typ 240 - GTech langer 5. Gang - Bilstein B14 by GTech - DNA Zugstreben - LB Fertigungsservice Sitzschienen für Sabelt - Forge Ansaugschlauch - PTP Turbo Blanket und Hosenrohr Hitzeschutzmatte - Bonalume Schubumluftventil geschlossen - CAE Ultrashifter mit CAE Blende - Likewise „Finger Banger“ Schaltknauf - CES OBD Diebstahlschutz - Vacarparts LED Rückleuchten - einige Kohlefaserteile von Koshi und Scorpomods - getönte Scheiben
  • Nein, da der maximale Ladedruck nach wie vor übers Taktventil geregelt wird und das wiederrum über die ECU.


    Klar, wenn man es maßlos übertreibt kann das von dir beschriebene eintreten, aber mit 4mm mehr Vorspannung sollte da nichts passieren.


    Ich hab die letzten 2 Umdrehungen wieder raus gedreht und bin bei insgesamt 4 Umdrehungen mehr als im Ausgangszustand. Finde das echt optimal.


    Schneller Ladedruckaufbau, welcher auch konstant gehalten wird. Max. 1,6bar bei 3000U/min.


    Bei 4000 geht es dann ein bisschen runter auf 1,55. Ausgedreht habe ich ihn noch nicht, da die Geschwindigkeiten sonst zu hoch werden.... in den niedrigen Gängen muss ich darauf achten die Spur zu halten, da der kleine jetzt gut tänzelt bei Vollgas:love:

  • Ich glaub du liesst dich in die Materie noch Mal ein. Benny hat da nicht ganz unrecht. Wenn die Federvorspannung zu hoch ist, dann können die Abgase nicht raus. Und dann stell dir Mal die Frage, was das Ladedrucktaktventil denn genau ansteuert! Oh mann.

  • Ich geb dir einen gesunden Tipp: Lass deine Finger davon, du hast echt - nicht persönlich nehmen - keine Ahnung.

  • Ich glaub du liesst dich in die Materie noch Mal ein. Benny hat da nicht ganz unrecht. Wenn die Federvorspannung zu hoch ist, dann können die Abgase nicht raus. Und dann stell dir Mal die Frage, was das Ladedrucktaktventil denn genau ansteuert! Oh mann.

    WENN die Federvorspannung zu hoch ist.... genau. Ist Sie denn zu hoch?


    Nach 4 Umdrehungen = 4mm weniger Verfahrweg der Schubstange?


    Vielleicht war es ursprünglich nicht stramm genug?

    Ich geb dir einen gesunden Tipp: Lass deine Finger davon, du hast echt - nicht persönlich nehmen - keine Ahnung.


    Wenn man das Thema nur schwarz oder weiss beleuchtet - dann gibt es nur ein überdrehen der Turboladers, zu hohen Ladedruck mit anschließendem Motorschaden.


    Wie wäre es mal die Graustufen zu beleuchten? Du hast doch Erfahrungen aus erster Hand. Lass uns daran teilhaben und nicht dumm sterben ;)


    Bei zu wenig Vorspannung kann doch die Klappe aufgedrückt werden. Man verschenkt also Leistung.


    Zuviel Vorspannung: s. oben


    Was ist aber mit ein bisschen strammer? Oder wie erkenne ich das die Einstellung nicht richtig ist? Zu stramm? Zu lasch?

  • Nein. Nichts davon stimmt.


    1. Die Wastegatefeder reguliert den mechanischen Soll / Ist Ladedruck.

    2. Dein Ladedruck Taktventil taktet den Ladedruck entsprechend der Programmierung.

    3. Dein Taktventil steuert die Wastegate Klappe an

    4. Du kannst die Wastegate zwar strammer machen, dann reicht die Taktfrequenz nicht aus um die Feder zu öffnen. Ab da entsteht eine Regeldifferenz und du fährst exakt ab da nicht mehr im Sollkennfeld sondern im vorgerechneten Ersatzkennfeld (eine Vornotlaufeigenschaft zum Bauteileschutz).

    5. Wann muss ich die Feder stärker spannen? Wenn zB der enorm viel höher absichtlich und gewollt programmierte Ladedruck die Feder zB mechanisch aufdrückt und Ladedruck entweichen kann, weil der Druck gegen die Feder zu hoch ist. Dann spannst du strammer - passt logischerweise dann auch den SOLL/IST digital also im Kennfeld an.

    Mit deiner Wastegateeinstellung machst du GAR NICHTS ausser Druck sinnlos ablassen (zu weich) oder Druck gegen die Programmierung erzeugen (Ersatzkennfeld). Beides ist absolut schädlich und genau deshalb soll man daran gar nicht erst rumfummeln. Die Feder wird nach Soll ist eingestellt: Multiecuscan: Motor - Parameter - Drehzahl, Ladedruck Sollwert und Ladedruck Istwert einstellen und fahren. Nun beschleunigst du bestenfalls im 3. oder 4. Gang aus dem Drehzahlkeller und versuchst die Wastegate so einzustellen, dass der Druck bei Soll und Ist gleich ist, sprich, wenn du da 2230 siehst bei SOLL, dann brauchst du 2230 bei IST. Die Beschleunigung, sprich den Ladedruckaufbau kannst du ignorieren, das schafft der Lader nicht, den Haltedruck OHNE OVERBOOST muss im zweistelligen passen.


    DAS alleine ist die Aufgabe der Wastegate - sonst nichts.
    Ich verstehe immer nicht, warum die Leute mit so einem Halbwissen sich selbst das Leben schwer machen. Again - kannst persönlich nehmen, oder auch nicht, ich meine es nur gut und versuche dir einfach einen Motorschaden (der Lader geht davon nicht kaputt) zu ersparen, spätestens dann bin ich kein Arsch mehr.

  • Habe mir nun live Dazen mit dem Launch X431 angesehen.


    MultiEcuScan habe ich nicht ans laufen gebracht mit dem Kabel welches ich habe. Bin mkr aber auch nicht sicher, ob ich die Werte mit der freien Version anzeigen lassen kann.


    Jedenfalls beim Launch habe ich den Wert Dremoment MotorSoll und ist gefunden sowie den Druck in der Ansaugbrücke.


    Drehmoment Motor sieht vom Verlauf identisch aus dem Druck in der Ansaugbrücke, gehe daher von nem Übersetzungsfehler bei Launch aus.


    Drehmoment Motor Soll und ist Ist sind jedenfalls gleich! Keine Abweichung.


    Am Wochenende werde ich mich noch mal mit MultiEcuScan und nem anderen Kabel probieren. Vllt. Klappts dann damit.

  • Drehmoment Motor sieht vom Verlauf identisch aus dem Druck in der Ansaugbrücke, gehe daher von nem Übersetzungsfehler bei Launch aus.

    Je nach dem, welches Launch Du benutzt, kannst Du die Parameter zusätzlich anpassen, bis hin zum reinen Messwert. Sonst liest Du auch da nur was Interactives, hochgerechnetes. Nur musst Du dazu eh die passenden Kontakte am Stecker finden! Da hört dann immer trail and error auf.

    Grüße aus dem Oberbergischen

  • Launch x431. Motormoment Soll und Ist wurde in % angegeben.


    Im Endeffekt ja egal, weil es darum ging ob die Kurven Soll und Ist gleich sind und das sind sie.


    Nichtsdestotrotz würde ich mir das gerne auch mit dem MultiECUScan anschauen. Vielleicht ist das genauer/besser?!

  • BITTE DEN TEXT LESEN!!

    Drehmoment soll ist ein irrelevanter Wert für die Wastegate.

    Du musst LADEDRUCK SOLL und LADEDRUCK IST loggen und einstellen - nichts anderes, diese beiden Kurven müssen übereinander liegen. Alles Andere hat dich da nicht zu interessieren. Wenn das dein Gerät nicht kann, dann kannst du Monate lang Weiterfummeln.

  • Ich denke die mechanische Einstellung des Wastegates ist ein komplexes Zusammenspiel mit dem Taktventil (N75). Wenn man die Wastegateeinstellung ändert, dann denke ich müsste man auch das Taktventil anpassen. Es gibt ja von diesen Ventilen zig Varianten. Elektrisch und von der äußeren Erscheinung (abgesehen von den Farben) gleich, aber ich vermute die innere Geometrie (ist vielleicht ein Kegelsitz oder sowas drin) ist verschieden und so erhält man auch eine andere Charakteristik.


    Grüße
    Oli

    Mein Abarth 595C: A595C Turismo ...my wife´s ride. 7,5x17 ET35 TecnoMagnesio Scorpion white mit 225/35R17 86Y Falken Azenis 510. Full LED conversion. Ulter premium V2. Giulia Doppelleselampe mit Ambilight (US). Familienbomber: 2015er Alhambra 7N 2.0TDI 177PS EU5 Handschalter. Mein Auto: 1996er Clio 1.6 16V, 1. Hand. Yamaha FZ750 3KT (meine), Yamaha YZF R125 RE40 (Sohnemann).
  • Ich denke die mechanische Einstellung des Wastegates ist ein komplexes Zusammenspiel mit dem Taktventil (N75). Wenn man die Wastegateeinstellung ändert, dann denke ich müsste man auch das Taktventil anpassen. Es gibt ja von diesen Ventilen zig Varianten. Elektrisch und von der äußeren Erscheinung (abgesehen von den Farben) gleich, aber ich vermute die innere Geometrie (ist vielleicht ein Kegelsitz oder sowas drin) ist verschieden und so erhält man auch eine andere Charakteristik.


    Nein. Nix davon.


    Die Feder in der Wastegate ist für den Soll/Ist Abgleich verantwortlich.

    Das N75 ist für den programmierten Ladedruckverlauf im Tastverhältnis gebaut. Durch die Tastung erreichst du eine entsprechend vorgegebene Kennlinie. Änderst du das N75, dann änderst du generell zunächst (wenn es ein anderes ist) nur das Tastverhältnis. Das ist alles kein Hexenwerk, man muss nur wissen, wie das zusammenspielt.


    Es gibt so Supertuner, die das N75 ändern um zB mehr Ladedruck zu erzwingen, oder um das "Flattern" oben heraus los zu werden, oder "Ladedruckschwankungen" auszugleichen. Das sind dann genau die Supertuner, die von all dem keinen blassen Schimmer haben.

  • ... Durch die Tastung erreichst du eine entsprechend vorgegebene Kennlinie. Änderst du das N75, dann änderst du generell zunächst (wenn es ein anderes ist) nur das Tastverhältnis. Das ist alles kein Hexenwerk, man muss nur wissen, wie das zusammenspielt.


    ...

    Das verstehe ich jetzt nicht. Das Tastverhältnis, also PWM, kommt doch direkt aus dem Steuergerät. Das N75 ist ein passives Bauteil, dass das PWM konsumiert. Wie kann es dann das Tastverhältnis ändern? Ich hab mir mal spaßeshalber ein anderes N75 (ich glaube für einen MB) besorgt (aber nie verbaut), also elektrisch, (Spulenwiderstand) waren beidenidentisch.

    Grüße
    Oli

    Mein Abarth 595C: A595C Turismo ...my wife´s ride. 7,5x17 ET35 TecnoMagnesio Scorpion white mit 225/35R17 86Y Falken Azenis 510. Full LED conversion. Ulter premium V2. Giulia Doppelleselampe mit Ambilight (US). Familienbomber: 2015er Alhambra 7N 2.0TDI 177PS EU5 Handschalter. Mein Auto: 1996er Clio 1.6 16V, 1. Hand. Yamaha FZ750 3KT (meine), Yamaha YZF R125 RE40 (Sohnemann).
  • Du hast die Frage entsprechend selbst beantwortet. Durch einen anderen Spulenwert ist die Tastrate eine andere. So lange der Wert gleich bleibt, wird auch der Wert beim N75 gleich bleiben. A) ist das selten der Fall und B) gibt es auch Ventile mit mehr oder weniger Durchsatz.

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