...nochmal:
Es ist vll. optisch sogar schööön -> aber es ist fahrdynamischer Unsinn, einen kopflastigen Fronttriebler hinten mehr als vorne zu verbreitern. Das vorhandene Untersteuern wird dadurch sogar noch verstärkt ! 
Ich will hier mal was loswerden zum Thema Unterstuern. Untersteuern gibt's in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen, nämlich Kurveneingang, Kurvenmitte und Kurvenausgang, und deshalb ist es Quatsch, ein paar Millimeter mehr Spur hinten gleich als fahrdynamischen Unsinn zu bezeichnen.
Mehr Verbreiterung hinten als vorne bedeutet grundsätzlich mehr Unterstuern nur am Kurveneingang; in der Kurvenmitte und am Kurvenausgang dagegen dreht der Eimer mit mehr Spur hinten besser, geht also in Richtung Übersteuern. Und wenn ihr mich fragt: Der Cinque schiebt besonders nach dem Einlenken, also dann, wenn die Außenseite „geladen“, eingefedert ist. Das spürt man primär in schnellen Kurven und im Nassen, sprich wenn die Außenseite lange stark geladen ist bzw. wenn allgemein wenig Haftung da ist.
Das Set-up am Cinque ist wegen des kurzen Radstands natürlich recht konservativ ausgerichtet, also auf Untersteuern. Das ist für den Normalo einfach sicherer. Für meinen Geschmack tut's der Performance gut, wenn man im Zuge einer Spurverbreiterung hinten ein paar Millimeter mehr drauf macht als vorne. Denn wer fahren kann, der kann das Einlenkunterstern beim Cinque ganz gut überspielen, indem er scharf einlenkt und gegebenenfalls im selben Moment von der Bremse geht. Das verlagert das Gewicht mehr aufs kurvenäußere Rad hinten, wodurch sich das Auto leicht eindreht (darf man natürlich nicht übertrieben). Wenn ich dagegen beim Einlenken noch auf der Bremse stehe (trail braking, einigen vielleicht vom Motorrad bekannt), dann hab ich noch mehr Kilos vorne als da bei dem Kleinen eh schon sind.
Der Punkt ist: Am Kurveneingang kann ich dem Unterstuern wegen des kurzen Radstands und wegen des leichten Hecks fahrerisch beikommen. Sobald das Fahrwerk aber vollständig geladen ist, kommt's allein drauf an, wie Vorder- und Hinterachse zueinander abgestimmt sind, denn da kann ich fahrerisch nix mehr machen. Und genau hier hilft etwas mehr Spur hinten.
Das gröbste Unterstuern kriegt man dem Fünfhunderter übrigens eh nicht über die Spurweite abgewöhnt. Hier muss man schon übers Fahrwerk das Neigen reduzieren und den Rest halberlei mit Sturz abfangen. Vorspur und Nachlauf wären auch zu berücksichtigen, wenn man's denn wirklich ernst meint (beim Frontkratzer besonders Nachlauf; denkt mal daran, wie die Renntourenwagen immer ihr Beinchen heben).
Und noch was: Wer über Unterstuern klagt, der kann schon zum Sommer was dagegen unternehmen, nämlich mit ordentlichen neuen Reifen und dem richtigen Luftdruck. Die billigen Reifen haben fast alle mies konstruierte Karkassen, was schwachen Seitenhalt bedeutet (zu wenig Luft macht's noch schlimmer). Das fühlt sich dann so an, als würden die Reifen „schmieren“. Denn was nützt euch beim Armdrücken der dickste Bizeps, wenn eure Schulter nix abkann? Das beste Fahrwerk lässt sich mit 'nem schlechten Reifen versauen. Michelin und Pirelli haben für den Abarth wohl die besten Gummis (im Winter mit Sicherheit Pirelli), zumindest wenn's nicht um Semis geht.