Beiträge von nNick

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Feiertag?

    Ich hab mir die Materie noch mal genauer anguckt und muss mich korrigieren – sorry, Leute! Breiter vorne reduziert nicht nur Einlenkunterstern sondern auch Unterstuern in der Mitte. Ich habe das fälschlicherweise mit der Abstimmungsweise bei Karts verglichen, wo man den Drehpunkt näher ans Kart ranholt, wenn's nach dem Einlenken schiebt (aber hier macht man auch die Hinterachse härter, wenn man mehr Grip braucht – kein Fahrwerk eben).


    Beim Auto reduziert sich das Unterstuern deshalb, weil man die Federn bildlich gesprochen mit einem längeren Hebel bedient, was die Sache weicher macht. Eine weichere Vorderachse baut zumindest in langsameren Kurven mehr Haftung auf. Mit 'ner breiteren Spur holt man zudem das Wank- bzw. Rollzentrum etwas nach unten, wodurch die Wankbewegung an sich weicher wird. Ebenso reduziert sich die gesamte Lastverschiebung mit einer Verbreiterung, was alles in allem bedeutet, dass das kurveninnere Rad zu mehr Auflage kommt und so auch mehr Haftung bieten kann.


    Sorry noch mal! :P :top:

    Es kommt natürlich auch auf die fahrerische Klasse an, also ob man überhaupt dazu in der Lage ist, das Potenzial von 'ner solchen Spurweitenänderung gänzlich auszuschöpfen (und natürlich des Autos überhaupt). Wer auf der Bremse in die Kurve fährt oder das Auto generell nicht entsprechend in die Drehbewegung bringt am Kurveneingang (und ich spreche hier nicht von einem Drift, der Grat ist schmal), dem hilft womöglich eine Einstellung wie bei dir, weil das Weniger an Einlenkuntersteuern mehr bringt, als das Mehr an Unterstuern in der Mitte wieder nimmt – besonders bei feuchter Fahrbahn. Das Einlenkuntersteuern beim Abarth ist zugegebenermaßen groß, aber anders als in der Kurvenmitte kannst du da fahrerisch was machen.


    Schaut mal das folgende Video an. Eine der besten Abarth-Runden auf der Schleife, die ich bislang gesehen habe. Besonders in der Kallenhard-Rechts wird deutlich, wovon ich rede (ungefähr ab 4:04): Der Kerl ruckt das Auto schön zackig in die Kurve, wodurch das Heck leicht mitlenkt (also wie mit 'ner breiteren Spur vorne), hat dann aber jede Menge Untersteuern. Der Eingang passt wunderbar! Aber sobald das Fahrwerk geladen ist, schiebt das Ding wie verrückt. Und hier sind einfach mehr Zehntel zu holen als am Kurveneingang.


    https://youtu.be/TgE-1gEPF5Y?list=WL&t=241


    Ich kenne jetzt weder deine Fahrkünste noch die restliche Abstimmung deiner Kanonenkugel, und auch weiß ich nicht, wie die Verhältnisse da auf der Strecke waren. Was ich aber sagen will: Unterstuern ist nicht gleich Unterstuern, und ein veränderter Drehpunkt wirkt nicht in allen Kurvenbereichen gleich, deshalb sollte man bezüglich Spurweite nicht pauschalisieren. Nässe ist da noch mal ein anderes Thema.

    ...nochmal:


    Es ist vll. optisch sogar schööön -> aber es ist fahrdynamischer Unsinn, einen kopflastigen Fronttriebler hinten mehr als vorne zu verbreitern. Das vorhandene Untersteuern wird dadurch sogar noch verstärkt ! :D


    Ich will hier mal was loswerden zum Thema Unterstuern. Untersteuern gibt's in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen, nämlich Kurveneingang, Kurvenmitte und Kurvenausgang, und deshalb ist es Quatsch, ein paar Millimeter mehr Spur hinten gleich als fahrdynamischen Unsinn zu bezeichnen.


    Mehr Verbreiterung hinten als vorne bedeutet grundsätzlich mehr Unterstuern nur am Kurveneingang; in der Kurvenmitte und am Kurvenausgang dagegen dreht der Eimer mit mehr Spur hinten besser, geht also in Richtung Übersteuern. Und wenn ihr mich fragt: Der Cinque schiebt besonders nach dem Einlenken, also dann, wenn die Außenseite „geladen“, eingefedert ist. Das spürt man primär in schnellen Kurven und im Nassen, sprich wenn die Außenseite lange stark geladen ist bzw. wenn allgemein wenig Haftung da ist.


    Das Set-up am Cinque ist wegen des kurzen Radstands natürlich recht konservativ ausgerichtet, also auf Untersteuern. Das ist für den Normalo einfach sicherer. Für meinen Geschmack tut's der Performance gut, wenn man im Zuge einer Spurverbreiterung hinten ein paar Millimeter mehr drauf macht als vorne. Denn wer fahren kann, der kann das Einlenkunterstern beim Cinque ganz gut überspielen, indem er scharf einlenkt und gegebenenfalls im selben Moment von der Bremse geht. Das verlagert das Gewicht mehr aufs kurvenäußere Rad hinten, wodurch sich das Auto leicht eindreht (darf man natürlich nicht übertrieben). Wenn ich dagegen beim Einlenken noch auf der Bremse stehe (trail braking, einigen vielleicht vom Motorrad bekannt), dann hab ich noch mehr Kilos vorne als da bei dem Kleinen eh schon sind.


    Der Punkt ist: Am Kurveneingang kann ich dem Unterstuern wegen des kurzen Radstands und wegen des leichten Hecks fahrerisch beikommen. Sobald das Fahrwerk aber vollständig geladen ist, kommt's allein drauf an, wie Vorder- und Hinterachse zueinander abgestimmt sind, denn da kann ich fahrerisch nix mehr machen. Und genau hier hilft etwas mehr Spur hinten.


    Das gröbste Unterstuern kriegt man dem Fünfhunderter übrigens eh nicht über die Spurweite abgewöhnt. Hier muss man schon übers Fahrwerk das Neigen reduzieren und den Rest halberlei mit Sturz abfangen. Vorspur und Nachlauf wären auch zu berücksichtigen, wenn man's denn wirklich ernst meint (beim Frontkratzer besonders Nachlauf; denkt mal daran, wie die Renntourenwagen immer ihr Beinchen heben).


    Und noch was: Wer über Unterstuern klagt, der kann schon zum Sommer was dagegen unternehmen, nämlich mit ordentlichen neuen Reifen und dem richtigen Luftdruck. Die billigen Reifen haben fast alle mies konstruierte Karkassen, was schwachen Seitenhalt bedeutet (zu wenig Luft macht's noch schlimmer). Das fühlt sich dann so an, als würden die Reifen „schmieren“. Denn was nützt euch beim Armdrücken der dickste Bizeps, wenn eure Schulter nix abkann? Das beste Fahrwerk lässt sich mit 'nem schlechten Reifen versauen. Michelin und Pirelli haben für den Abarth wohl die besten Gummis (im Winter mit Sicherheit Pirelli), zumindest wenn's nicht um Semis geht.

    Hallo, Leute!


    Kann mir jemand sagen, ob bzw. wie/wo man an diese heißen roten Blenden für den Drehknopf am Sabelt rankommen kann? Hätte ich sehr, sehr gerne für meinen Compe. Finde, das ist ein tolles Detail im biposto.



    Beste Grüße


    Yannick

    Ich war da und hab meinen roten Turnschuh um zehn für 'ne halbe Stunde über die Piste gebügelt. Hat Spaß gemacht, aber leider war die Strecke ziemlich nass, weshalb ich nicht viele Erfahrungen in puncto Fahrwerk/Reifen sammeln konnte. Ansonsten war's so mittelmäßig, fand ich. Hatte wesentlich mehr Oldtimer und Lambos erwartet. Am Nachmittag kam aber wenigstens schön die Sonne raus. Abarth war auch da mit dem 124 und dem neuen 595.


    PS: Wofür gibt's denn Regenschirme? Seid ihr aus Zucker?

    Ich zitiere mal mich selbst aus dem Monotube-Thread:


    "Zu den Formalitäten: Nebst dem H&R fahre ich der Optik wegen hinten 10-Millimeter-Eibach-Platten und vorne 3-Millimeter-SCC-Platten. Felgen sind die Tributos, Reifen die Winter-Pirellis. Für den Sommer habe ich die esseesse-Felgen bestellt, womit die Angelegenheit pro Seite noch mal 3 Millimeter breiter werden sollte. Ich hatte Angst, dass es schleifen könnte, daher die sehr schmalen Platten vorne (zweimal 5 Millimeter wären wahrscheinlich auch noch gegangen, aber mal abwarten, wie die Sommerräder letztlich passen)."


    Vorne gehen ziemlich sicher auch 5 Millimeter (zumindest mit 'nem Grad Sturz), mehr allerdings nicht. Hab die serienmäßigen und sehr empfehlenswerten Michelin auf den esseesse (ET 35). 15 Milimeter hinten kannste knicken.

    Nicht vergessen: Der biposto steht auf Achtzehnzöllern. Denke, das Fahrwerk ist nicht so das Thema. War zumindest mein Eindruck bei der Probefahrt.

    Also ich fahr freiwillig mit Spitze und Hacke. Macht doch Spaß (und schont die Kupplung)! :D Geht vor allem gut mit den Pedalen im Compe, Bremse und Gas sind schön eng zusammen. Sport-Modus ist noch mal besser, weil das Gas dann empfindlicher ist, dann macht man weniger Bewegung auf dem Bremspedal.

    Klar, Dog Ring kostet beim Biposto 10.000 Steine extra...


    10.000 Euro für die Tonne, wie ich finde. Weder auf der Straße gut zu fahren noch auf der Rennstrecke ein nennenswerter Performance-Vorteil, da die Gänge nicht sequenziell angeordnet sind. Ohne ist besser, ganz klar! Und weniger affig.


    Sieht richtig geil aus in Rot, muss ich echt sagen. Wobei ich persönlich das Gelb ja noch schärfer finde. Ich hätte ja auch unheimlich gerne diesen Rückbank- bzw. Kofferraumumbau für meinen Compe – das ist so megasauber gelöst beim Biposto!

    Da bin ich mal gespannt, wie lange das hält. Gibt ja die grauenhaftesten Bilder. Fahren würde ich's ja gerne mal, nur um es mal zu fühlen. Ist ja immer so eine Sache mit „fährt sich super“. Was mich interessiert: Wie fühlt sich die Dämpfung über Löchern an, wie ist das Wank- und Nickverhalten (bei allen Geschwindigkeiten), und wie arbeitet der ganze Haufen auf der Bremse? Hart oder nicht hart heißt nämlich erst mal gar nix. Und tief alleine reicht nicht, auch wenn du's bis zum Asphalt schrauben kannst. Da muss auch bisschen Performance bei rumkommen, zumindest dann, wenn man so was in einen Abarth schraubt. Beim Golf III wär's ja noch latte (abgesehen von der Fahrsicherheit).

    Richtig, und das ist alles so schon mehrmals hier festgehalten worden. Muss man halt auch mal lesen, die bisherigen Einträge. Und trotzdem kann man über infrage kommende Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen sprechen. Schadet doch keinem, einfach mal weiterzudenken. Dass es immer mal Defekte gibt, ist klar, heißt aber nicht, dass man die auch stets als gottgegeben abhaken muss.

    Hey, Leute!


    Wäre jemand von euch so nett, ein Detailfoto (mit genügend Licht) von der Simoni Racing im montierten Zustand zu posten? Irgendjemand hatte die doch auch geplastidippt, oder?


    Wäre euch sehr verbunden.


    Yannick