Italien bangt um FIAT
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Der Panda wird auch in Polen Produziert...
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Hi Leute
Heute in der Tageszeitung:
Fiat hält fest an Milliarden-Gewinnziel
Trotz des massiven Absatzeinbruchs in Europa will der italienische Autobauer Fiat in diesem Jahr weiter einen Milliardengewinn erzielen. Fiat sei in einer "gesunden Verfassung" sagt Unternehmenschef Sergia Marchionne und bestätigt den Gesamtjahresausblick. Demnach peilt der Konzern für das laufende Jahr unter anderem einen Nettogewinn!!!!!! ( also nach Abzug von Steuern) von 1,2 bis 1.5 Milliarden Euro!!!!!!!!!
bei einem Umsatz von mehr als 77 Milliarden Euro!!!!!!!! an. Sieht so ein Konzern aus, der bald Pleite macht und Stellen abbaut oder gar schließt???????
Bei wieviel Milliardengewinn ist eine Firma eigentlich Pleite??????? 
ich glaube hier wird nur wieder mal Panik gemacht!!!!!!!
Gruß Petra
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...denke auch, dass Fiat eher um Italien bangen sollte...
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Tja, man kann Unternehmungen auch Kaputtreden.
Gewisse Konzerne, ich will niemanden etwas unterstellen, versuchen hin und wieder die Konkurrenz durch geschickt gesteute Gerüchte in Schwierigkeiten zu bringen und so den Verkauf von Konzernteilen zu erzwingen.
Wie das Funktioniert? Geht sogar recht einfach und effektiv:
Grundwissen:
Das Zahlungsziel, sprich, der Zeitraum in dem eine Forderung beglichen werden muß wird generell voll ausgeschöpft.
Die gewährung eines höheren Zahlungsziels mit besseren Rabattkonditionen von Seiten der Lieferanten ist an folgenden Bedingungen geknüpft:- Menge der Teile (Absatzzahlen)
- Zahlungsmotivation des Kunden (Historie über das Verhalten)
- Aussichten des Kunden (Zukünftige Absatzchancen)
- Liquiditätsaussichten (das doofe Ranking)
- und noch ein paar weitere FaktorenFest steht, je besser die Zahlen sind, desto eher ist der Lieferant gewillt höhere Zahlungsziele und höhere Rabatte zu gewähren. Und hier geht es um hunderte Millionen €!
Nun zur subjektiven Beeinflussung durch böse Konkurenten.
(alle Angaben sind rein zufällig gewählt)
Nehmen wir mal an Konzern V aus W möchte gerne sein Portfolio an Marken erweitern, hierbei hätte er gerne A aus M von Konzern F aus T. Konzern F möchte aber A aus M nicht verkaufen. Tja blöd gelaufen, denn Konzern F aus T braucht nicht dringend Geld und versucht bereits A aus M zu konsolidieren und profitabel zu machen.
Nun hat V aus W verschiedene Möglichkeiten um A aus M zu bekommen:
Feindliche Übernahme von F aus T? - wird wohl an dem Beteiligungsverhältnissen scheitern.Part 1: Habt ihr auch schon was gehört?
Die Wahl der Mittel ist hier der offene Krieg, V aus W hat aufgrund seiner Größe eine recht gute Lobby und naturgemäß auch viele identische Lieferanten.
So reden die Vertreten von V bei den Lieferantengesprächen ganz beiläufig von der schlechten Wirtschaftslage, daß man schon öfter gehört hat, daß es F und dem Land in dem F sitzt (I) ganz schlecht geht und evtl. sogar die Zahlungsunfähigkeit droht. Gott bewahre, erläutert hierbei V wie schrecklich das ganze wäre. Ganz nebenbei wenn es so geschehen sollte könnte ja V ja zumindest A aus M vor dem Totalverlust retten.
Part 1 - erfüllt
= die Lieferanten, die ja auch untereinander in Kontakt stehen, mauscheln über die schlechte Lage und die Übernahmegerüchte:
"Habt ihr auch schon Probleme mit F gehabt? Habt ihr auch schon gehört? etc."
-> Lieferanten sind verunsichert
Part 2 - fast ein Selbstläufer
V aus W redet bei Produktvorstellungen, ganz beiläufig in den Partygesprächen (natürlich in Anwesenheit der Pressevertreter) wie schlecht es doch der Branche geht. Daß die Lieferanten z.B. bei F aus T schon die Sorgen plagen, ob die überhaupt noch die Rechnungen zahlen können...
Part 2 - erledigt
= erste Pressemitteilungen gehen raus und die Rankingagenturen werden misstrauisch, senken evtl. sogar schon die Aussichten, denn zum Pech von F aus T sinken die Zulassungszahlen
Part 3 - Presse und das Gerücht aus Selbstläufer
Presse spricht mit Zulieferer über verschiedene Gerüchte.. Lieferanten sagen, ja haben wir auch schon gehört (kommt in dem Sinne einer Bestätigung gleich)
Part 3 - erledigt
= Lieferanten weden auch F ansprechen und auf weniger großzügige Konditionen beharren.
-> dadurch sinken natürlich auch die Gewinnaussichten und die Ratingagenturen senken weiter
Part 4 - Kunden, das Zünglein an der Waage
Natürlich sind den Kunden die Pressetexte nicht entgangen und reagieren wie es eine Herde panischer Schafe machen würde -> Flucht!
"Ich weiß nicht ob ich überhaupt noch Ersatzteile bekommen werde? Wer übernimmt die Garantie? etc." Am besten noch als Bildaufreisser abgedruckt, ala "Steht F aus T vor der Pleite?"
Part 4 - erledigt
= Absatzzahlen brechen ins Bodenlose und es ist einfacher ein Eis im Winter zu verkaufen als ein Produkt aus T
Part 5 - Der glänzende Ritter
F aus T braucht jetzt dringend Geld. Bekommt aber nur noch extrem teure Kredite (wg. Ranking). Nun kommt V aus W und stellt sich als Held dar, der F aus T vor dem Untergang bewahrt, in dem er eines Gönners gleich A aus M übernimmt und damit tausende Arbeitsplätze und die ganze Branche rettet.
Part 5 - erledigt
= V aus W hat A aus M, was mit F aus T passiert ist weiter fraglich.. vielleicht könnte man ja noch F aus M übernehmen, Sportwagen und F1 sind sehr lecker..
.. to be continued ..
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Ich denke auch, dass da viel schlechte Presse dabei ist.
Im anderen Forum gibts alle Jahre wieder so schwankende Konzern-News.Fakt ist aber, dass es der gesamten Branche nicht wirklich gut geht.
VW hält sich eigentlich auch maßgeblich über Flottengeschäfte und nimmt sogar Verluste bei den Privatkäufern hin. Erst gestern habe ich von Neuwagenrabatten von bis zu 25% beim Golf 7 gelesen, ein Auto was nichtmal richtig präsentiert ist! Dazu noch 0,0% Finanzierung und die Bauern kaufen. Absatz statt Umsatz. Für VW ist das vlt. nicht grad erfreulich, aber es reicht aus, dass es den Mitbewerbern ordentlich weh tut. -
nun ja, es ist einerseits nicht wegzudiskutieren, dass Italien schon bessere Zeiten im Hinblick auf wirtschaftliche Aspekte gesehen hat...aber ein Konzern wie Fiat wird das überstehen können. Man wird schon deswegen daran festhalten, weil auch so viele Auslandsstandorte da dran hängen.
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Hole mal den Thread wieder hervor, wollte keinen neuen eröffnen und finde dieser Artikel von Focus Online passt hier gut rein:
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Das ist mal ein Musterbeispiel für die These von evo3de
Ein abartig schlechter Artikel

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