Und ich bleibe dabei, dass der Abarth nichts über mich aussagt, genauso wenig wie mein Audi oder mein Volvo. Drei völlig unterschiedliche Autos, aus völlig unterschiedlichen Beweggründen angeschafft, von ein und derselben Person. Da gibt es überhaupt keinen Interpretationsspielraum.
Also,
bin zwar (leider) noch nicht im Besitz eines Abarths, allerdings kann ich meine Faszination für diese Automarke fast nicht verbergen.
Jedesmal wenn ich eines dieser Geschosse sehe, wandern meine Mundwinkel nach oben, wenn ich an einem Fiat-Händler vorbeikomme, schau ich ob vielleicht ein Abarth herumsteht.
Selbst wenn ich jemanden an der Tankstelle treffe, unterhalten wir uns gemütlich (mit abschließendem Hinweis auf abarth-forum.de
) als hätte ich schon seit Jahren selbst einen.
Derzeit fahre ich einen kleinen Japaner, der mit seinen 58 PS und ohne Gewicht trotzdem ganz gut geht. (Zwar kein Vergleich zu einem Abarth aber macht trotzdem Spaß!)
Ich persönlich finde, dass es sehr wohl etwas über den Menschen, den Charakter oder vielleicht auch über die Persönlichkeit, des Fahrers aussagt, welches Auto man fährt.
Beruflich fahre ich VW (Caddy oder Golf Variant, variiert) und ich fahre (bei Gott) nicht so wie mit meinem Kleinen Go-Cart, obwohl das Ding mit seinen 110 bzw. 140 (oder 150?) PS weit besser ginge.
Manchmal fahre ich auch andere Autos, die der Familie, Freunden etc. Unser "2t." Auto ist ein Fiat Qubo, auch bei diesen Wagen fahr ich anders.
Wenn ich mich in meinen Kleinen Japaner schmeiße, passieren zwei Sachen:
1. vergesse ich den Alltag, egal ob mir der Chef auf die Nerven ging, die Kollegin mir wieder mal Arbeit en'Masse zugeschoben hat, während sie den halben Tag telefoniert, oder ich mich freue weil heute Abend eine alte Freundin vorbeikommt,
für mich gibts in diesem Moment nur Autofahren,
2. 'richtig' Autofahren, hören was die Maschine für Geräusche von sich gibt. Wann ist der beste Zeitpunkt zum Schalten? Wann brems' ich die Kurve an? Was macht der Idiot da vorne?
Das meiste davon wird aus dem Gefühl heraus erledigt, trotzdem bin ich vollkommen aufs Autofahren konzentriert.
Fahre ich nun mit einem anderen Auto, merke ich das die Konzentration zwar da ist, aber lange nicht so geschärft wie in meinem Auto.
Ich denke nicht darüber nach, an der Ampel wenn es gelb wird wegzuziehen, in der Kurve mal kurz die Reifen quitschen zu lassen, und wenn beim wegfahren mal die Reifen durchdrehen, passiert das ungewollt.
Über mich würde der Abarth folgendes Aussagen:
- Sportlich unterwegs
- ein bisschen verrückt
- vielleicht ein Freak
- und zu 100% unauffällig, aber mit ordentlich Dampf unter'm Hintern
In diesem Sinne,
fröhliches gecruise, gefahre, gerace,
fahrt sicher und vorallem habt Spaß!
Lg Inter