Hallo zusammen !
Wie von Einigen hier erwünscht versuche ich nun hier unseren diesjährigen Abenteuer-Campingroadtrip so spannend und originalgetreu wie es geht wiederzugeben. Ich erhoffe mir damit, den ein oder anderen inspirieren und daran erinnern zu können,dass das Leben nicht nur aus Luxus und Schnelllebigkeit besteht. Wir sind schon seit Jahren erfahrene Camper,haben eigentlich einen selbst umgebauten Renault Trafic und haben mit diesem kleinen Bus schon einiges erlebt. Aber was uns dieser Panda-Urlaub beschert hat war so mit das Verrückteste,was wir jemals erlebt haben. In unserem Buch der coolen Urlaube hat dieser hier die Führung übernommen. Aber wie kam es überhaupt dazu?
Nach einigen Jahren Abarth und einem kurzen Abstecher ins E Auto Lager,habe ich mir im Juni diesen Jahres einen gebrauchten Panda 4x4 1.3 Multijet 95 gekauft. Anfangs dachte jeder,ich spinne. Selbst meine Frau. Aber ich hatte mir schon Jahre zuvor immer wieder Panda Videos angesehen und wußte,zu was diese Autos in der Lage sind. Und da ich schon die ganze Zeit heiß auf einen Offroad Urlaub war,hat sich dieser Kauf geradezu aufgedrängt,da diese Pandas ,gerade mit dem Diesel, sehr haltbar und genügsam sind. Quasi der Einstieg in die Offroad Welt,ohne sich gleich einen Defender ans Bein zu binden. Klein,leicht,sparsam und eigentlich ein gutes Alltags-und Pendelauto.
Als der Panda hier daheim stand,war eigentlich mein Plan,ihn per kleinem Trailer hinten an den Bus zu hängen und mit in den Urlaub zu nehmen. Villeicht gibt es ja in Südtirol oder irgendwo anders ein paar coole Offroadstrecken zum Spielen gehen.
Aber darauf hatte meine Frau so gar keinen Bock. ( im Prinzip ist sie schuld an allem,was danach passiert ist
)
" Also den Panda ziehen wir nicht extra per Anhänger in den Urlaub,das ist doch bekloppt. Wenn, dann fahren wir nur mit dem Panda weg und machen es gleich richtig ! " Das waren ihre Worte. Eigentlich kennt sie mich schon lange genug und müßte wissen,was sie damit angerichtet hat.![]()
Ein paar Tage später habe ich die Rückbank rausgeschmissen,eine gerade Multiplexplatte zugeschnitten ,mit Verstauklappen versehen,sie mit Kunstleder bezogen und in den Panda verbaut. Kurz danach kamen Stollenreifen,Dachträger samt kleinen Vickywood Dachzelt,Dometic Kompressorkühlbox,Mini Campingstühle samt Tisch aus dem Decatlon,25 Liter Wasserkanister und eine Powerstation für autarke Stromversorgung in den Panda. Et voila,...geboren war der Micro Offroad Camper.
Da ich schon ewig mal die französischen Alpen überqueren wollte und sich dafür die Route des Grandes Alpes perfekt anbietet,haben wir uns als allererstes mal den Denzel Alpenreiseführer gegönnt und eine ausgiebige Planung erstellt,was wir überhaupt machen wollen,bzw. was überhaupt mit dem Auto machbar ist.
Nach vielen Stunden des Lesens und Planes stand unsere Route entgültig fest. Es wird ein Mix aus Asphalt und Offroad geben,wir werden,soweit es möglich ist,immer woanders schlafen und versuchen,bis nach Monaco zu kommen !!!!
Wenn wir es wirklich bis da unten schaffen sollten,werden wir am Yachthafen ein Beweisfoto schießen und danach durch die legandäre Formel 1 Haarnadelkurve am Casion und durch den Formal 1 Tunnel fahren!
Werden wir es schaffen? Das wußten wir zu diesem Zeitraum noch nicht. Wir wussten auch noch nicht,welche Abenteuer uns dazwischen noch erwarten werden. Was wir aber hier schon wußten: Es wird ne wilde Geschichte werden!
Der Denzel versprach uns eine abenteuerliche Reise über die legandäre Route des Grandes Alpes,...eine Route,die am Genfer See in der Schweiz beginnt und 680km später in Menton an der Cote d´Azure endet. Sie führt über mehr als 20 Alpenpässe. Auf Asphalt und,wenn man möchte, auch auf Schotter.
Als der Panda fertig umgebaut war ging es auf die Waage. 1400kg voll belanden ohne uns. Das heißt,..er darf noch ca. 200kg zuladen. Die werden wir Zwei , incl. Hund zwar nicht vollbekommen,aber wenn noch ein Ersatzrad und das ganze Werkzeug an Bord ist,werden wir langsam an die Grenze kommen.
Wassertank voll,Küchenkoffer gepackt, Strom ist an Bord,Auto ist getankt.
Wir sind insgesamt 18 Tage unterwegs. Aber halt,da war noch was. Unsere Hundin bekommt leider gesundheitsbedingt ein spezielles Futter,welches man nur online bestellen kann. Also brauche wir Platz für 18 Dosen. ![]()
Aber glücklicherweise habe ich den doppelten Boden ( zufälligerweise) hoch genug gebaut,sodass wir (fast) alle Dosen dort verstauen konnten. Und so wußten wir auch,dass der Panda von Tag zu Tag leichter werden wird. ![]()
Am 18.Juni 2025 ging die Reise im Vogelsberg in Hessen los...
Die ersten knapp 300km bis Ingolstadt verliefen,bis auf eine kleine Reifendruckwarnung und anschließendem Reset, völlig problemlos. Der erste Check im Kofferraum verriet uns,....Bella ist gechillt und kommt da hinten gut zurecht. Deshalb konnten wir beruhigt weiterfahren.
Am abend kamen wir an unserer Lieblingsstelle für Zwischenübernachtungen,in der Nähe des Bodensees,an. Leute aus der Ecke werden eventuell erkennen wo das genau ist.
Zu diesem Zeitpunkt hier war alles noch sehr vertraut. Diesen Trip hier runter kennen wir wie unsere Westentasche. Aber wir wussten beim abendlichen Bierchen auch,dass ab morgen nichts mehr so sein wird wie vorher. Wir werden völlig fremdes Gebiet erkunden und haben noch absolut keine Ahnung,wo wir morgen abend schlafen werden???
Als die Sonne langsam über dem Bodensee verschwunden war,legen wir uns schlafen und verbrachten die erste Nacht zusammen mit zwei weiteren kleinen Camper-Vans auf diesem ruhigen Wanderparkplatz. Hier wußten wir noch nicht,dass diese Nacht die letzte in menschlicher Gesellschaft sein wird....
Ende Teil 1 ! Fortsetzung folgt...

