Hey Leute,
ich wollte mal ein Thema ansprechen, das mich gerade beschäftigt. Ich stehe kurz vor einem Umbau: Von meiner Serien-Abgasanlage (Abarth 595, 2016, Non-OPF, 2 Endrohre) auf eine Akrapovič Slip-On Anlage, den Auspuff habe ich vor kurzen günstig erworben und baue ihn allerdings erst in 4 Wochen ein. Allerdings bewusst in der legalen Version mit verschweißter Bypass-Klappe (dauerhaft geschlossen).
Viele in der Community haben schon durchblicken lassen, dass die Wahl „komisch“ ist – nach dem Motto: „Warum nicht direkt die Record Monza, die ist doch das, was den Abarth richtig laut macht?“ Aber genau da will ich mal tiefer einsteigen und eine Diskussion anregen:
- Ist es falsch, das Auto legal für den Straßenverkehr zulassen zu wollen?
- Muss es wirklich immer lauter = besser sein?
ABER erstmal zum Faktencheck Lautstärke (dB-Werte aus Schein + Forenberichten)
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Serie (2 Endrohre):
Eingetragen sind meist 88 dB Standgeräusch (bei ca. 4125 U/min) und ~72 dB Fahrgeräusch (z. B. Schein eines 2015er Turismo)【Abarth-Forum, Userangabe】. Klingt schon kernig, aber eher neutral.
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Record Monza (4 Endrohre, Dual-Mode):
Auf dem Papier kaum Unterschied: auch hier i. d. R. 88–89 dB Standgeräusch【Abarth-Forum, User „blax“】.
👉 ABER: In der Praxis wird die Monza bei offener Klappe deutlich lauter und aggressiver, mit viel „Knallen“ im Schubbetrieb. Fahrer beschreiben sie als „extrem laut“ und „rotzig kreischend“【Abarth-Forum】【Reddit】.
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Akrapovič (Klappe verschlossen):
Ebenfalls ca. 89 dB, also kein realer Unterschied in den Papieren【Fahrzeugschein 695 Biposto mit Akra】.
👉 Erfahrungsberichte sagen: Subjektiv wirkt die Akrapovič leiser als die Monza, weil das Klangbild dumpfer, bassiger und satter ist【Abarth-Forum】【Reddit】. Knallen im Schubbetrieb bleibt weitgehend aus, dafür mehr Turbopfeifen und ein „erwachsener Ton“.
Wissenschaftlicher Hintergrund
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Dezibel sind logarithmisch: Ein Plus von 1–2 dB ist messbar, aber das menschliche Ohr nimmt Unterschiede erst ab 3 dB deutlich wahr (alles darunter geht im Alltag oft unter). Quelle: Akustik-Grundlagen (Psychoakustik).
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Klangfarbe beeinflusst die Lautstärke-Wahrnehmung:
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Helle, hochfrequente Klänge (wie bei der Monza) wirken oft aggressiver und „lauter“.
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Tiefe, bassige Klänge (wie bei der Akra) wirken voller, aber nicht zwingend aufdringlicher.
👉 Deshalb empfinden viele die Monza als lauter, obwohl Messgeräte fast dasselbe anzeigen.
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Psychoakustik-Effekt: Ein „besserer“ Klang (voller, harmonischer) wird vom Ohr oft als angenehmer und damit „leiser“ wahrgenommen, auch wenn er objektiv genauso laut ist.
Meine Einschätzung (noch vor Einbau)
Ich würde behaupten: Meine Akrapovič mit Bypass-Sperre wird in etwa so laut sein wie die Serienanlage – also kein riesiger Sprung in dB-Zahlen. Aber: Das Klangbild wird sich deutlich verbessern. Und genau da liegt für mich der Mehrwert:
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dumpfer, voller, erwachsener
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sportlich, ohne prollig zu wirken
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auffällig, aber nicht übertrieben
Vergleichsvideo als Referenz
Hier ein Video, das ich immer als guten Vergleich heranziehe. Dort hört man sehr schön die Serienanlage vs. die Akrapovič mit geschlossener Klappe im direkten Vergleich.
👉 https://www.youtube.com/watch?v=vam387eQvfk
Für mich klingt die Akra hier nicht wirklich lauter, aber einfach besser. Der Ton wirkt satter und präsenter.
Offene Frage an euch.... Wunsch nach euren Input und Erfahrung
👉 Wie seht ihr das?
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Muss ein Abarth immer möglichst laut sein (à la Record Monza mit Knallen & Fauchen)?
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Oder reicht es, wenn er einfach gut klingt, auch wenn er nicht wirklich lauter als die Serie ist?
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Hat jemand von euch den direkten Vergleich Serie → Akrapovič (Klappe geschlossen) und kann meine These bestätigen oder widerlegen?
Ich finde: Schon die Serie klingt „voll in Ordnung“. Wenn die Akra am Ende gleich laut, aber besser klingend ist, wäre das für mich ein gutes Ergebnis. Optisch ist die Akra eh unschlagbar.
Bin sehr gespannt auf eure Meinungen, Erfahrungen und vielleicht auch Soundfiles/Videos!
Grüße
Daniel

