Hallo zusammen,
ich wollte mal eure Meinung hören und ein bisschen „laut denken“, weil ich aktuell etwas unsicher bin, wie ich mit meinem Abarth weitermachen soll.
Ich fahre seit einigen Monaten einen Abarth 140 PS (Baujahr 2016, Vorfacelift, Schalter). In der Zeit habe ich jetzt rund 10.000 km abgespult, aktuell steht er bei etwa 71.000 km. Grundsätzlich, das Auto macht Spaß, sieht gut aus und der Klang ist gut, auch wenn man den Record Monza im Innenraum leider weniger wahrnimmt, als man es sich wünschen würde.
Jetzt kommt aber mein „Problem“: Mein Fahrprofil besteht zu ca. 90 % aus Autobahn. Arbeitsweg hin und zurück sind etwa 90 km, und auch am Wochenende bin ich meistens auf der Autobahn unterwegs. Genau da fange ich an zu zweifeln, ob der Abarth wirklich das richtige Auto für mich ist.
Man fährt ein „sportliches“ Auto und dann klebt einem auf der linken Spur ein ganz normaler Passat am Heck. Mir ist natürlich klar, dass „sportlich“ nicht unbedingt bedeutet, auf der Geraden der Schnellste zu sein. Der Abarth lebt von Kurven, Handling und Emotionen. Trotzdem hat man diesen Gedanken im Hinterkopf, und genau das sorgt bei mir manchmal für ein gewisses Gefühl der Enttäuschung.
Deshalb habe ich zunächst überlegt, in Leistung und Technik zu investieren. Mein Plan wäre gewesen, etwa 7.000 € zu investieren, wenn der Wagen bei ca. 90.000–100.000 km steht:
- Vmaxx 330 / Brembo Bremsanlage
- G-Tech Evo 200 Leistungssteigerung mit größerem Turbolader (ca. 200 PS, über 300 Nm)
- Bilstein B14 Fahrwerk
- verstärkte Kupplung / Getriebeoptimierung
Damit hätte ich vermutlich ein wirklich spaßiges und deutlich stärkeres Gesamtpaket.
ABER, Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Zweifel kamen auf. Ich würde am Ende fast so viel Geld ins Auto stecken, wie es selbst gekostet hat und trotzdem wäre ich von den reinen Fahrleistungen (z. B. 100–200 km/h oder Vmax) ungefähr auf dem Niveau von serienmäßigen Fahrzeugen wie GTI, Fiesta ST oder Corsa OPC. Mit leichtem Tuning würden diese den Abarth sogar wieder deutlich übertreffen. Daher weiß ich nicht, ob ich mit dem Abarth langfristig glücklich werde…
Das hat mich ehrlich gesagt etwas stutzig gemacht. So viel investieren und am Ende trotzdem nicht wirklich „schnell“ sein, zumindest auf der Autobahn. Dazu kommt noch das 5-Gang-Getriebe, das einfach limitiert.
Deshalb kam mir eine zweite Idee:
Den Abarth Ende des Jahres verkaufen (vermutlich mit 90.000–100.000 km für ca. 7.000 € an einen Händler) und die geplanten 7.000 € zusätzlich nehmen, um auf ein anderes Fahrzeug zu wechseln wie zum Beispiel einen Ford Focus ST MK3.
Der hätte:
- serienmäßig über 250 PS
- deutlich bessere Autobahn-Performance
- bessere 100–200 Zeiten
- und vor allem noch deutlich mehr Potenzial nach oben mit Tuning
Rein rational würde das deutlich besser zu meinem Fahrprofil passen.
Natürlich weiß ich, dass mir am Ende niemand die Entscheidung abnehmen kann. Es geht mir hier auch nicht darum, eine „richtige“ oder „falsche“ Antwort zu bekommen. Ich würde einfach gerne eure Meinungen hören:
- Gibt es hier Leute, die ähnliche Umbauten (Evo 200 etc.) gemacht haben und berichten können? (Zeiten 100-200, VMax etc. )
- Hat jemand vielleicht den Schritt vom Abarth zu etwas „Autobahn-lastigerem“ gemacht?
- Würdet ihr eher sagen: Abarth behalten und optimieren oder lieber wechseln?
Mir geht es einfach darum, verschiedene Perspektiven zu hören, um mir selbst ein klareres Bild zu machen. Manchmal hilft ein Blick von außen ja enorm.
Danke euch schon mal fürs Lesen und eure Meinungen!

